Auf dieser Seite könnt ihr alles über meinen Porsche 944 S2 erfahren!
Der 944er ist wie auch der 924 und der 968 ein Transaxle-Sportwagen mit Heckantrieb, d.h. Motor vorn, Getriebe hinten, verbunden durch eine
Welle. Das sorgt für eine Gewichtsverteilung von fast 50:50. Auch haben
diese 3 Modelle einen wassergekühlten, vorne eingebauten 4-Zylinder Motor. Ausgleichswellen sorgen für bessere Laufruhe. Der 3-Liter Motor aus S2 und 968 ist der hubraumstärkste 4-Zyl. der Nachkriegszeit. Das 944 Turbo-Cabrio war anfang der 90er der schnellste offene Seriensportwagen der Welt.
Im Straßenbild sieht man heute nur sehr wenige 944er. Mit seinem
zeitlosen Design - das bis auf die breiten Kotflügel und Front/
Heckspoiler fast 30 Jahre alt ist - kann der 944er auch heute
noch mühlelos gegen alles anstinken was heute so an aufgeblasenen
pummelig-rund geformten Autos auf unseren Straßen rumfährt!
Die super Sitzposition lässt moderne Durchnittsautos im Vergleich wie
Traktoren dastehen. In den meisten normalen Autos sitzt man wie auf einer Kutsche! Im 944 ist man quasi ins Auto "eingebettet". Durch die Transaxle-Welle ist der Mitteltunnel schön hoch und der Schaltheben liegt sehr griffgünstig. Die niedrige und flache Sitzposition führt zusammen mit der guten Ergonomie dazu, dass man trotz hartem Fahrwerk auch nach längeren Strecken genauso entspannt aussteigt, wie man eingestiegen ist!
Alles in allem sticht der 944er positiv aus der Masse heraus und
hat für den Alltagsbetrieb genau die richtige Leistung bei erträglichem Verbrauch. Dank dem fetten Motor kommt man jeden Berg ohne Drehzahlorgien hoch. Und ein Langstreckenverbrauch (30% Landstraße, 70% Autobahn) von 8,5 Liter /100km ist auch heute noch als gut zu bezeichnen! Achso: Bei umgeklappter Rücksitzbank passen 6 große Getränkekisten rein, und Platz für Kleinkram bleibt dann immer noch...nur so nebenbei.
Auf dem Markt sind scheinbar viele Gammelkisten mit Wartungsstau zu finden. Guckt euch die Kosten von meinem sehr gepflegten S2 an, der ja nun nicht billig war und ihr könnt hochrechnen, was ein vermeintliches Schnäppchen kosten kann wo 3 oder 4-mal so viel repariert werden muss wie bei meinem.
Kleiner Rückblick: Als ich Anfang 1998 meinen Führerschein gemacht hatte war ich noch absolut nicht Autoverrückt. Sportwagen interessierten mich nicht und mein kleiner 45PS Polo reichte mir vollkommen! Aus diesem Zustand geistiger Umnachtung hat mich der VW Scirocco GT2 befreit, von dem ich Bilder im iInternet gefunden hatte. Danke dafür!!! Mitte 2000 entdeckte ich abends in der Zeitung einen der nur 2 km weit weg war. Das Auto war nicht makellos aber für 3000 Mark ein gutes Angebot. Flach und breit stand er auf einer Wiese und nach dem Anlassen brummelte und blubberte er schön vor sich hin. Leider war er abgemeldet, was den Besitzer aber nicht daran hinderte uns das Auto zu bringen :). Und schon wenige Minuten später gehörte er mir. Heute hat er die Strecke Erde-Mond (330.000 km) zurückgelegt und rostet an vielen Ecken. Im Jahr 2000, ein paar Monate nachdem ich den Scirocco gekauft hatte, fiel mir zum ersten mal in Köln ein weißer schöner Sportwagen auf. Erst auf den zweiten Blick erkannte ich den Porsche-Schriftzug am Heck. Die Tatsache das Porsche neben dem 11er auch noch andere schöne Modelle gebaut hat die sogar preislich im Rahmen liegen wurde mir da erst bewusst! Da ich aber gerade erst mit meiner Lehre angefangen hatte war an Kauf und Unterhalt noch nicht zu denken, also habe ich jahrelang immer fleißig das Internet durchsucht und massenweise Bilder vom 944er gesammelt! Zu diesem Zeitpunkt
interessierte mich nur der 944 II (ab BJ 85, 165 PS 2,5l), aber mit der Zeit
wurde mir klar das nur ein 944 S2 (BJ 89 - 91, 211 PS, 3L) deutlich
mehr Leistung bringt als mein 2er Scirocco. Bei mobile.de fand ich im September 2004 schließlich einen gepflegten S2 der fast komplett meiner Vorstellung entsprach. Den fahre ich nun von April bis einschließlich Oktober. Mein guter alter Scirocco macht seit dem nur noch Winterdienst.