
Mit einem normalen Makroobjektiv lassen sich Abbildungsmaßstäbe bis 1:1 realisieren. Ein 23 mm breites Insekt kann mit einer Kamera mit APS-C-Sensor etwa bildfüllend abgebildet werden. Will man stärkere Vergrößerungen, um z.b. ein bildfüllendes Portrait einer Fliege zu machen, sind Adapter und Vergrößererobjektive mit Balgengerät oder Mikroskopobjektive nötig.
Ein großes Problem dabei sind Vibrationen, insbesondere wenn man keinen Blitz einsetzt. Das zweite Problem ist die extrem gerine Schärfentiefe. Viele Einzelaufnahmen, bei denen die Schärfeebene leicht verlagert wird lassen sich per Focus-Stacking zu einem Bild mit großer Schärfentiefe zusammenrechnen. Ich nutze dazu die Software Zerene Stacker. Mit einem Makro-Schlitten oder Balgen lässt sich allerdings die Schärfe nicht mehr genau genug verstellen wenn der Abbildungsmaßstäbe über 1:1 hinausgeht. Die hier zu sehenden Stacks sind alle ungenau mit Makroschlitten bzw. Balgen eingestellt, was man den Bildern teilweise auch ansieht. Um die Probleme zu beseitigen und auch stark vergrößerte Mikrofotos und Focus-Stacking mit 10x oder stärkeren Mikroskopobjektiven machen zu können, baut mein Onkel momentan ein Focus-Stacking-Setup mit halbautomatischer Schrittmotorsteuerung (bis ca. 1/1000stel mm genau) mit Teilen die normalerweise in der CNC/Fräßtechnik Verwendung finden.
Ich habe einige Mikroskopobjektive, darunter die achromatischen 4x und 10x Nikon Objektive (endlich korrigiert) die von Edmund Optics verkauft werden sowie sehr gutes und preiswertes planchromatisches 4x von Cnscope, einige ältere von Hund und ein 6,3x Zeiss Plan. Mit einem El-Nikkor 50mm 2.8 Vergrößererobjektiv experimentiere ich ebenfalls.